Am Himmel kann man vieles sehen – nicht nur Sterne, Planeten und Galaxien. Immer wieder huschen auch Satelliten über den Himmel. Es werden immer mehr, sie stören und werden vielleicht sogar gefährlich, wie ich neulich für die FR analysiert habe. Darunter ist auch ein ganz besonderer Satellit: die Internationale Raumstation ISS. Sie braucht ungefähr 90 Minuten für eine Erdumrundung und in den vergangenen Tagen konnte man sie öfter am Abendhimmel sehen.

Neulich habe ich einmal wieder die Gelegenheit ergriffen und die ISS beobachtet – und zwar gleich zwei Mal an einem Abend. Beim ersten Mal ist die ISS in der Nähe des Planeten Jupiter zu sehen gewesen. Etwa 90 Minuten später tauchte sie in der Nähe des zunehmenden Mondes auf.

Wer die ISS beobachten möchte, kann sich auf Websites oder in Apps (z.B. Heavens Above) die Überflugzeiten anschauen. Zu sehen ist die Raumstation, die derzeit nur von 3 Astronauten bewohnt ist, am Morgen oder Abend. Sie zieht immer von Westen nach Osten und sieht aus wie heller „Stern“, der relativ schnell über den Himmel zieht.
Von einem Flugzeug kann man die ISS ganz gut unterscheiden: Flugzeuge blinken und man kann meistens auch ihre Form einigermaßen erkennen. Die ISS blinkt nicht. Sie leuchtet relativ konstant und hell – bis sie irgendwann nicht mehr von der Sonne angestrahlt wird und „verschwindet“.
Fotografieren kann man die Internationale Raumstation am besten übrigens per Langzeitbelichtung. Je länger man aufnimmt, desto länger wird die Flugbahn der ISS.